19. und 20. September 2022, Innsbruck

Kulturlabor #2022

Raum für innovative Kultur- und Stadtentwicklung

Zielgruppe

Kulturamtsleiter:innen aus Städten und Gemeinden

Moderation

Christoph Thoma
CULTURELAB e.U.

Edgar Eller
sentum

Ort

Innsbruck
Opening, 19.09.2022: offen
Innsbruck, Altes Rathaus, Bürgersaal (20.09.2022)

In Kooperation mit der Stadt Innsbruck, Kulturamt

Veranstalter

CULTURELAB e.U.

in Kooperation mit
sentum / Edgar Eller

Zeitenwende: Kulturverwaltung

Die kommunale Verwaltung befindet sich im Wandel, nicht zuletzt durch Digitalisierung, Klimawandel oder ein verändertes Wahrnehmungsverhalten der Menschen. Wie kann es der öffentlichen Verwaltung gelingen, diesen Kulturwandel hin zu mehr Offenheit und Innovationsfähigkeit aktiv zu vollziehen? Welche Prozesse braucht ein zeitgemäßes Kulturmanagement im Kontext von kommunaler Kulturarbeit?

Wie gestalten wir den Wandel der Kulturverwaltung?

Eine kulturpolitische Haltung bildet die Grundlage für eine kulturelle Entwicklung auf Basis eines zeitgemäßen, sehr breiten Kulturbegriffs. Kunst und Kultur prägen die Lebensrealität der Menschen, egal ob im ländlichen oder urbanen Raum und bewirken eine hohe Identifikation der Menschen mit deren Lebensumfeld. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, bedarf es kulturpolitischen Entscheidungen, welche steuernd und in gewisserweise auch regulierend auf die Kulturentwicklung einer Stadt bzw. einer Region wirken. Das Bekenntnis zur Freiheit von Kunst und Kultur ist dabei oberstes Prinzip einer zeitgemäßen bzw. aktivierenden Kulturpolitik und folglich der Kulturverwaltung.

Christoph Thoma

Daraus ergeben sich Kompetenzen einer zeitgemäßen Kulturarbeit:

  • Flexibles und vernetztes Denken
  • Fachwissen, auch im Sinne, dass die richtigen Expert:innen zu Rate gezogen werden
  • Kommunikations- und Mediationsfähigkeit
  • Verständnis für die Sprache der Kulturschaffenden, insbesondere jedoch auch für die Sprache von Politik und Wirtschaft.
  • Bewusstsein, Beteiligungsformate zu implementieren, zuzulassen und daraus die richtigen Schlüsse für die Kulturarbeit zu ziehen

Programm

Montag, 19.09.2022 (optional), Innsbruck, Ort: offen

  • 18:30 Uhr Get together und Begrüßung durch Kulturstadträtin Dr. Uschi Schwarzl, Stadt Innsbruck

  • 19:00 Uhr Keynote mit anschließender Diskussion

    Dr. Tobias Knoblich, Landeshauptstadt Erfurt, Dezernent für Kultur und Stadtentwicklung, Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft eV (angefragt)

  • 20:30 Uhr Abendessen

Dienstag, 20.09.2022, Bürgersaal im Alten Rathaus der Stadt Innsbruck

Kulturlabor mit Cases, Zukunftsforen und Debatten im Plenum

  • 09:00 Uhr Einführung in den Tag

  • 09:15 Uhr Case I (15 Minuten) mit anschließendem Diskurs (45 Minuten):

    Stadt Innsbruck, Dr. Isabelle Brandauer

  • 10:15 Uhr Zukunftsforum 1: Innovation und Beteiligung

    Kultur ist laut Europarat „[…] alles, was dem Individuum erlaubt, sich gegenüber der Welt, der Gesellschaft und auch gegenüber dem heimatlichen Erbe zurechtzufinden, alles, was dazu führt, dass der Mensch seine Lage besser begreift, um sie unter Umständen verändern zu können.“ Kultur bedeutet also immer auch die aktive Gestaltung der eigenen Lebenswelt und der Zukunft.

    1. Wie bekommen wir Bürger:innen dazu, die Gesellschaft gestalten zu wollen?
    2. Wie erzeugt man Veränderung, die diesen Namen verdient und nicht „mehr vom selben“ ist? Im Grunde genommen: Wie erzeugt man Innovation?
  • 11:00 Uhr Kaffeepause

  • 11:15 Uhr Zukunftsforum 2: Aktivierung von kulturpolitischen Leitlinien

    Die kommunale Verwaltung befindet sich im Wandel nicht zuletzt durch die Digitalisierung, den Klimawandel oder die Mobilitätswende. Doch wie kann es der öffentlichen Verwaltung gelingen, den Kulturwandel hin zu mehr Offenheit und Innovationsfähigkeit zu vollziehen? In Ergänzung zum Zukunftsforum 1 nähern wir uns einem zeitgemäßen Kulturbegriff an, „denn es geht darum, dass man weiß, was der Job ist, was zu tun ist und wie die Erwartungshaltung ist“. (Roland Jörg)

    1. Wie breit ist ein Kulturbegriff zu fassen, damit Kulturarbeit nicht zu beliebig wird?
    2. Im Sinne einer aktivierenden Kulturarbeit: Kulturpolitische Leitplanken als Einschränkung oder relevanten Gestaltungsrahmen?
  • 12:00 Uhr Präsentation der Erkenntnisse im Plenum

  • 13:00 Uhr Mittagessen

  • 14:15 Uhr Case II (15 Minuten) mit anschließendem Diskurs (45 Minuten):

    Stadt Jena/JenaKultur, Carsten Müller

  • 15:15 Uhr Conclusio im Plenum

  • 15:45 Uhr Ausblick

Kosten

CULTURELAB als Veranstalter übernimmt die Kosten für das Programm sowie das Abendessen und die Verpflegung während des Kulturlabors.

Die Teilnehmer:innen sind für die An- und Abreise sowie die Übernachtungskosten verantwortlich.

Dokumentation

Die Veranstalter dokumentieren die wesentlichen Erkenntnisse und stellen diese in Form eines Abstracts den Teilnehmer:innen zu freien Verwendung zur Verfügung. Zudem erscheint in Zusammenarbeit mit dem Fachmagazin „Public Marketing“ (New Business Verlag, Hamburg) ein Artikel über das KULTURLABOR.

Während des KULTURLABORS wird fotografiert, allfällige O-Töne werden filmisch festgehalten.

Hotel

Empfehlung des Veranstalters:

Hotel Weisses Kreuz
www.weisseskreuz.at
19. auf 20.09.2022

Reservierung:
office@culturelab.at

Preis pro Einzelzimmer:
ca. EUR 135,-

“Wir brauchen einen konsequenten Dialog über die Zukunft der kommunalen Kulturarbeit, gerade im Angesicht der geopolitischen Entwicklungen und den Folgen der Pandemie!”

Christoph Thoma

Geschäftsführer von CULTURELAB e.U.

Edgar Eller

Nach dem Studium Tourismusdirektor im Montafon/Österreich. Danach rund 2 Jahrzehnte in den Bereichen Stadtmarketing und Tourismus in verschiedenen Orten in Österreich tätig. Positionierte und leitete u.a. zwei Veranstaltungshäuser. Entwickelte und veranstaltete Festivals in den Bereichen Musik, Design und Stadtraum. (Montforter Zwischentöne, POTENTIALe).

Nach dem Studium Tourismusdirektor im Montafon/Österreich. Danach rund 2 Jahrzehnte in den Bereichen Stadtmarketing und Tourismus in verschiedenen Orten in Österreich tätig. Positionierte und leitete u.a. zwei Veranstaltungshäuser. Entwickelte und veranstaltete Festivals in den Bereichen Musik, Design und Stadtraum. (Montforter Zwischentöne, POTENTIALe). Über die Montforter Zwischentöne schrieb die Neue Züricher Zeitung: „Die «Montforter Zwischentöne» in Feldkirch schauen in die Zukunft der Musikfestivals und geben dem Festspielgedanken einen neuen Sinn.“ Schwerpunkt: Stadtidentität und atmosphärische Stadtraumgestaltung als Kern von Stadtmarken. Mehrere Jahre Präsident der Destination Bodensee-Vorarlberg. Vizepräsident von Stadtmarketing Austria. Autor des Buches „Die Stadt als Anlass“. Heute freier Hochschullehrer im Studiengang Sport/Kultur/Veranstaltungsmanagement an der FH Kufstein und selbständiger Unternehmensberater in den Bereichen Strategie, Marke, Kultur- und Destinationsmarketing. (sentum.at) Lebt in Vorarlberg/Österreich.

Christoph Thoma

Christoph Thoma, geboren 1973 in Bregenz, ist studierter Musiker, Kulturmanager (künstlerisches Betriebsbüro der Jeunesse Österreich, Geschäftsführer und künstlerischer Leiter der Remise Bludenz/Kulturamt der Stadt Bludenz sowie der Grazer Spielstätten Orpheum, Dom im Berg und Schloßbergbühne Kasematten GmbH) und Kulturpolitiker (Kulturstadtrat der Stadt Bludenz von 2015/16 und 2017 – 2020, Abgeordneter zum Vorarlberger Landtag seit November 2019/Sprecher für Kunst und Kultur).

Als Geschäftsführer der Bregenz Tourismus & Stadtmarketing GmbH (2013 – 2016) war er maßgeblich an der Positionierung der Vorarlberger Landeshauptstadt als Kultur- und Festspielstadt beteiligt, die 2014 mit der „Stadtmarke des Jahres“ im Rahmen des 9. Kulturmarken Awards in Berlin ausgezeichnet wurde. Thoma gründete 2017 CULTURELAB e.U. (www.culturelab.at) und begleitet mit „seinem“ Beratungsunternehmen Strategien, Konzepte und Projekte in der (kommunalen) Kulturentwicklung, Positionierung von Kulturbetrieben, Projektmanagement und Veränderungsprozesse in kommunalen Einrichtungen, insbesondere an der Schnittstelle von Kunst/Kultur, (Stadt)Marketing und Tourismus. Ein zentrales Projekt in der Gründungsphase war die Begleitung der Bewerbung der Stadt Chemnitz zur Kulturhauptstadt Europas 2025 in den Jahren 2017 bis 2019. Gemeinsam mit Thorsten Kausch betreibt Thoma die Plattform „Die Stadtmanufaktur“ (www.stadtmanufaktur.com), welche sich mit Fragen von zeitgemäßem Stadtmarketing/Stadtentwicklung auseinandersetzt. Zu den Kunden der Stadtmanufaktur gehören unter anderem die Städte Baden bei Wien, Dresden, Innsbruck, Luxemburg, Münster, Karlsruhe, Darmstadt, Reutlingen und Trier. Seit 2017 hat Thoma zudem einen Lehrauftrag am Vorarlberger Landeskonservatorium in Feldkirch für Kulturmanagement, Musikschulmanagement und Musikvermittlung.

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